Über Mich

1989 wurde ich auf einem Hof im Westerwald geboren. Wahrscheinlich wurde ich schon durch die Muttermilch mit dem Pferde Virus infiziert. Dank meiner Mutter – Bibi Degn – erfolgreiche Distanzreiterin, Pferdezüchterin und Ausbilderin der Methoden Tellington TTouch® und Connected Riding®, gehörten Pferde für mich immer zur Familie und bestimmten den Alltag meiner Kindheit. Ich hatte das Glück auf einem großen Hof in mitten der Natur mit vielen arabischen Pferden aufzuwachsen. Ich lernte, dass Pferde Familienmitglieder sind und wir Menschen ihre Freunde sein dürfen. Personen wie Linda Tellington Jones oder Peggy Cummings gingen bei uns ein und aus und gehörten schon früh zu meinen Lehrerinnen. Die respektvolle und achtsame Art mit Pferden zu arbeiten prägten mich schon sehr früh. Auch mein Pony Moses erklärte mir viele wichtige Dinge und wie das mit Ponys manchmal so ist, war es nicht immer nur auf die feinste Art. Er war mir ein großer Lehrer und ich bin ihm dankbar dafür.

Lea und das Pony Moses

Mein erstes „großes“ Pferd war Joram. Ein sehr scheuer schreckhafter und wunderschöner Vollblut- Araber Wallach. Meine Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als ich ihr mitteilte, dass Joram nun mein Pferd sei und ich ihn reiten würde. Ich war vielleicht 11 Jahre alt. Die ersten Jahre mit Joram waren abenteuerlich, aber meine Liebe zu diesem Pferd war unendlich und wir haben so viel gemeinsam erlebt. Mit Joram entdeckte ich die Faszination und den Spaß am Dressurreiten. Er war ein so feines Pferd und reagierte auf die kleinsten Hilfen. Mit ihm begann ich meine ersten Dressurkurse in Reken zu reiten.

Joram und Lea mit Halsring

Nachdem Joram gestorben ist, war mir klar, dass ich nie wieder so ein Pferd finden würde. Stimmt auch! Aber andere habe ich gefunden…Es hat ein paar Jahre gedauert und ich habe mich in der Zwischenzeit auf das Reisen und Studieren konzentriert. Während meiner Zeit auf der Finca „La Cañada del Robledo“ in Südspanien packte mich jedoch wieder der Wunsch, mehr mit Pferden Zeit zu verbringen. Mit ihnen zu sein, zu arbeiten und von ihnen zu lernen.

Junghengst Hazzan in Vorbereitung auf das Anreiten

Zurück in Deutschland war mir klar, dass ich nicht aufhören wollte mit und von den Pferden zu lernen und ich suchte mir eine Praktikumsstelle. Mit dem auf der Finca gezogenen Vollblutaraber Hengst Khabar ging das nächste Abenteuer los. Ich hatte das große Glück mit ihm bei Ruth Giffels ein halbes Jahr zu lernen und verdanke ihr die Möglichkeit auf ihren ausgezeichnet ausgebildeten Pferden gelernt haben zu dürfen und mit Khabar so große Fortschritte erreicht zu haben. Die feine klassische Reitweise, wo stets das Wohl des Pferdes im Vordergrund steht und mit viel Rücksichtnahme auf die jeweilige Verfassung von Pferd und Reiter, Lektionen der Hohen Schule erarbeitet werden, haben mich fasziniert. Khabar und ich gingen nach Hause mit viel neuem Wissen und Werkzeug zum weiterlernen im Gepäck. Im Sommer 2019 habe ich zusammen mit Khabar die Prüfung für den Trainerschein C klassisch-barocke Reiterei (FN) mit Erfolg bestanden und bin nun lizensierte Trainerin mit der Gebrüder Lütke Westhues-Auszeichnung.

Khabar und Lea bei der Trainer C Prüfung

Für mich und meinen Weg war und ist es sehr wichtig, stets offen und neugierig zu bleiben und verschiedene Reitweisen und Methoden kennenzulernen. Ich möchte und kann mich nicht festlegen auf den EINEN richtigen Weg, denn es kommt auf das Pferd an, es kommt auf den Reiter an, es kommt auf die Beziehung dieser beiden an und ich sehe es als meine Aufgabe, herauszufinden, wie ich als Trainerin dabei helfen kann, den harmonischsten Weg für das jeweilige Pferd und den jeweiligen Reiter zu finden. Dabei ist es für mich selbstverständlich, dass keinem Pferd und keinem Reiter Zwang oder Gewalt angetan wird, sondern dass Spass und Verständnis im Vordergrund stehen.